Tag 4 – Regen, ein Wiedersehen und einfach mal Glück gehabt

Verschlafen krabbele ich aus meinem Zelt und genieße gleich eine fantastische Aussicht auf den Strand.

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Leider kündigt sich ein Wetterumschwung an, der Himmel ist wolkenverhangen und grau, es liegt Regen in der Luft.

Also schnell die Zelte noch trocken abbauen, frühstücken, alles verstauen und los. Pünktlich zum Aufbruch öffnet der Himmel seine Schleusen… und es sollte diesen Tag nicht mehr aufhören zu regnen.

Nach den 15 km bis Tobermory sind wir komplett nass und suchen im Hafen nach einem Café. Das Tobermory Café (eine Mischung aus Bäkerei, Café, Restaurant und örtlicher Nahversorger) bietet uns Schutz vor den Elementen – und Free Wifi!!! Handyempfang ist nach wie vor Fehlanzeige. Aber so können wir über Slack (sowas wie WhatsApp nur in besser) Kontakt mit den beiden verlorenen Söhnen aufnehmen und tatsächlich haben wir eine Stunde später 2 tropfende Gestalten vor unserem Tisch stehen.

Sie waren gestern um 21.00 Uhr auf der Insel angekommen und hatten sich nun durch eine Regekilometer über die Insel gekämpft um endlich zu uns zu stoßen. Top Sache das!

Nach einigen Kaffees und etwas zu essen sind wir alle fit und Willens es wieder mit dem Regen aufzunehmen. Die Straße runter geht es zum Fähranleger und schon bald rollen wir auf die Fähre die uns wieder aufs Festland bringen soll.

Beim warten kommen wir mit einer Dame in Gespräch die zu Fuß und mit 2 Einkaufstüten bepackt auf die Fähre möchte. Sie erzählt das sie zum einkaufen immer auf die Insel käme da in dem Örtchen auf der anderen Seite, aus dem sie kommt, die Einkaufsmöglichkeiten noch viel geringer wären.

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Wärend der Überfahrt komme ich mit 2 irischen Harleyfahrern in Gespräch die uns (wie schon die polnischen Biker am Tag zuvor) eine Strecke namens Appelcross empfehlen.

Unser nächstes Ziel ist Mallaig, von dort geht die Fähre die uns auf die Isle auf Skye bringen soll. Also geht es weiter durch den strömenden Regen überland. Von der Landschaft bekommen wir kaum etwas mit durch die Regennassen Visiere der Helme geht die Konzentration ganz auf die Straße – die hier sogar die meiste Zeit keine Single-Tracks sondern zweispurig und Top ausgebaut sind (mit Hilfe von EU-Mitteln die diverse Schilder verkünden)

By the way, die Schotten mit denen wir so ins Gespräch gekommen sind halten den Brexit alle für eine schreckliche Idee und wirtschaftlichen Selbstmord. Sie würden gerne in der EU bleiben.

Socking wet und mit fast leerem Tank erreichen wir Mallaig und tanken an einer völlig verrosteten Hafentanke voll. Von dort geht es zum Fähranleger, doch leider müssen wir erfahren das die Fähre schon voll ist, die für morgen ist auch schon ausgebucht. Bei den Langstrecken-Fähren ist es im Gegensatz zu den Nahverbindungen so das man im Voraus buchen muss. Tolle Wurst! Also stehen wir im, immerhin trockenen Fährterminal und beratschlagen wie es weitergehen soll. Nach 15 Minuten Planung und Planlosigkeit geht auf einmal alles ganz schnell. Die Fährarbeiter haben Tetris mit den Autos auf der Fähre gespielt und noch Platz für 4 Bikes geschaffen.

Also fahren wir überstürzt und (mal wieder) als allerletztes auf die Fähre. Die Moppeds fix noch gesichert und 45 Minuten später rollen wir auf die Isle of Skye.

Der erste Weg führt uns in den Fährterminal. Wir haben es zwar auf die Insel geschafft, aber noch keine Ahnung wie wir wieder runterkommen. Aber auch hier haben wir wieder Glück, wir ergattern eine Fähre die uns am Dienstag nach Lochmaddy auf die äußeren Hebriden bringt.

Eine nette Dame kommt mit uns ins Gespäch und erzählt von ihren Motorradreisen in ihrer Jugend. Dann bietet sie uns an uns eine günstige Übernachtungsmöglichkeit zu zeigen. Leider stellt sich diese als „Bruchbude“ am Ar*** der Welt herausstellt. Wir suchen lieber weiter.

Fündig werden wir in Broadford, einem kleinen Küstenstädchen. Wir Quartieren uns in einer kleinen Blockhaushütte ein verwandeln diese mit unseren nassen Sachen und mithilfe der Heizkörper in eine Blockhaussauna.

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Nach Duschen, umziehen und Gearpflege (vor allem Trocknung) machen wir uns auf um etwas zu essen (mir hängt der Magen in den Knien, seid demFrühstück gab es ja nichts mehr).

Unser Hauswirt hat uns ein örtliches Restaurant empfohlen. Eine Mischung aus spanischer und schottischer Küche wird dort angeboten die sich als sehr lecker herausstellt.

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Nach dem Essen lassen wir bei einigen Glas Whiskey den Tag ausklingen und feiern das wir endlich wieder zusammen unterwegs sind.

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