Tag 9 – Probleme, Katastrophen und ein gutes Ende

 

Es hatte alles so gut angefangen. Der Abend vorher war recht lang, so gegen 02.45 waren wir endlich im Bett und haben dementsprechend auch schön lange geschlafen.

So gegen 10.30 haben wir unsere sieben Sachen auf den Bikes verzurrt und ziehen los um uns ein Frühstück zu jagen.

Das Wetter ist wie ein gutes Stück Speck… schön durchwachsen. Sonne und Regen wechseln sich ab, typisches Wetter für Schottland.

Nach dem Frühstück geht es noch in ein Touri-Nepp Laden um ein paar Andenken zu kaufen (Nessi ist hier in direkter Nachbarschaft zu Loch Ness natürlich ein riesiges Thema) dann geht es zurück zu den Bikes.

Ab da geht es bergab. Michi hatte gestern schon gemerkt das etwas mit seinem Starter nicht stimmt und auch heute begleitet uns die Sorge das die 800er GS schwächeln könnte. Aber letztendlich springt sie an auch wenn klar ist das die Batterie nicht mehr richtig geladen wird.

Als wenn das nicht reichen würde haben sich bei meiner CRF 1000 die 4 Schrauben vorne am Fender abgerüttelt, man sollte meinen sowas passiert nur bei einer Harley, aber nein. Honda kann das auch. Nun hängt der Fender nurnoch an den hinteren beiden Schrauben, die, zum Glück, sich nicht gelöst haben.  Mal schauen wie wir das lösen können, erstmal wird das so noch halten.

Wir haben uns heute eine Tour am Loch Ness Ufer entlang und den Besuch beim Schlachtfeld von Culloden vorgenommen, anschließend wollen wir noch einige Kilometer noch Süden machen damit wir morgen bequem   Edinburgh erreichen können.

Wir schaffen es nicht mal aus Inverness hinaus da stirbt Michis GS ab. So ein Mist. Batterie ist völlig alle. Dankenswerterweise ist die 800er fast direkt vor der örtlichen BMW Motorräder Niederlassung verreckt. Ein zufällig vorbeikommender Streifenwagen sichert fix noch den Verkehr so das Michi eben das Bike die 20 Meter bis auf den Hof des BMW Händlers schieben kann. Danke an die Inverness Police.

Wir beschließen das Andrew, Nico und ich den Kurztrip zu Loch Ness machen während Michael mit den sehr hilfsbereiten BMW Mitarbeitern versucht rauszufinden was mit GS nicht stimmt.

Loch Ness stellt sich als schöner aber unterm Strich langweiliger See heraus und wir drehen auf der Hälfte wieder um. Einmal steigt uns starker Fischgeruch in die Nase… haben wir Nessi gerade knapp verpasst? Wir werden es nie erfahren.

Wieder beim BMW Händler erfahren wir das die Lichtmaschine der 800 er hin ist, daher wird die Batterie nicht geladen und das Bike zieht sie nach und nach Leer.

Einer der Techniker hat die rettende Idee, Andrew und Michi müssen immer die Batterien tauschen. Andrew fährt die Batterie mit seiner Leih-800er voll und Michael fährt sie dann wieder leer. Läuft! So sollte es gehen.

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Dank eines Anrufs bei meinem Freundlichen weiß ich welche Schrauben ich für den Fender brauche (Danke an Motorrad Huneke) Daher hab ich mir mittlerweile aus einem Baumarkt Schrauben besorgt, da sie nicht genau passen habe ich das ganze mit Distanzstücken und Panzertape passend gemacht. Sieht nicht gut aus, aber es sollte wohl halten.

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Da die Zeit nun etwas knapp wird skippen wir den Besuch den Culloden Schlachtfelds und fahren Richtung Süden. Das Wetter zeigt sich weiterhin sehr wechselhaft, in der einen Minute strahlender Sonnenschein, in der nächsten Regen und in der wieder nächsten dann beides gleichzeitig.

Also fahren wir erst über die A96 über Culloden um dann auf die A939, die Highlandroad zu wechseln. In Grandtown on Spey überrascht uns wieder mal ein richtig böser Schauer und wir nutzen die Gunst der Stunde uns bei einer der wenigen Tankstellen unter zu stellen.

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Kurzdrauf ist der übelste Regen vorbei und es geht weiter.

Nun sind wir im Cairngorms National Park. Diese hält Landschaftlich einiges parat. Zuerst sind da die super weitläufigen fast schon flachen Heidelandschaften immer wieder unterbrochen von Kleineren Lochs und Mischwäldern.

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Nach und nach kommen wir in höhere Lagen und fahren durch Skigebiete voll stillstehender Skilifte und Schneekanonen.

Das Wetter hat sich verschlechtert und (wiedereinmal) fahren wir in strömendem Regen.

In der Gegend um Cockbride wird es dann endlich wieder besser und beim Wechsel auf die A93 kommen wir in eine  zauberhafte Gegend. An den Ufern des River Dee hat sich eine wunderschöne schon fast verwunschen wirkende Mischwaldlandschaft angesiedelt die einen an die alten Elfen und Feen Sagen des alten Schottlands denken lässt.

Dann haben wir gegen 19.00 Uhr endlich Braemar erreicht und werden am Ortseingang von Braemar-Castle begrüßt.

Braemar ist ein wunderschönes kleines Städchen mit ganz viel Charm und noch mehr alten Häusern.

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Ich bin im „The Invercauld Arms Hotel“ untergekommen, die Jungs haben ihre Zelte auf dem naheliegender Campingplatz aufgeschlagen.

Zum Essen treffen wir uns im sehr zu empfehlenden Restaurant des „Braemar Lodge Hotel“. Das Essen dort ist sehr gut, die Portionen reichlich und preislich sehr in Ordnung. Nach dem Essen versacken wir noch in der urigen Hotelbar die über 300 verschiedene Whiskeysorten im Angebot hat!!!

Und so sinke ich letztendlich vollgefüttert, leicht angetüttert und rundum zufrieden in mein Bettchen. Letztendlich wird halt doch alles gut. Gute Nacht.

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