Tag 3 – Lochs und Glens und die Farbe Lila

 

So, nachdem wir gestern den halben Tag im Funklöcher und ohne Wifi verbracht haben hier nun Tag drei – unser Start in die schottische Inselwelt.

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Nach einem ausgiebigen schottischem Frühstück geht es bei schönem Wetter Richtung Loch Lomont, dortmachen wir nen kurzen Stop und hören wie es bei Michael und Andrew läuft, von da geht es zum Loch Leven und dann zur Corran Ferry über den Loch Linneh. Danach geht es weiter in Richtung der Grampian Mountains.

Die Landschaft dort ist einfach umwerfend! Je weiter wir in die Grampians reinfahren desto beeindruckender wird die Landschaft und bietet dabei große Abwechselung.

Leider ist Wochenende und halb Glasgow nutzt das gute Wetter zu einem Ausflug. Daher kann man nirgends anhalten und Fotos machen, aber es könnte eh kein Foto das wiedergeben was man dort zu sehen bekommt. Landschaften wie aus „Herr der Ringe“ wechseln sich mit Wastelands aus Endzeitfilmen ab. Die merkwürdige Forstwirtschaftliche Praxis des Kahlschlags tut ihr überiges.

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Da gibt es Gebiete die aussehen wie die Lande von Mordor und wiederum welche die an die Weiten Rohans erinnern.

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Hier wird mir auch klar warum die Schotten so eine enge Beziehung zu der Farbe Lila haben… die meisten Blumen die hier blühen (die Diestel, Heidekraut und andere) sind lila und treten zum Teil sehr großflächig auf so das ganze Landstriche lila gescheckt aussehen.

Bald kommen wir nach Lochaline und besteigen die Fähre nach Fishnish auf der Isle of Mull.

Unser erstes Ziel auf dieser wunderschönen Insel ist Fidden Beach Südwest Zipfel der Küste. Über Pennyghael vorbei am Loch Scridain an einer toll gewundenen Küstenstraße.

Fidden selbst ist ein fantastische schöner Sandstrand, aber wenn man dort Zelten möchte empfehle ich Schmierwurst als Verpflegung, alles andere weht es einem vom Brot.

Als Tagesziel haben wir uns Calgary Beach ausgesucht um dort zu Zelten und uns mit unseren beiden Nachzüglern zu treffen.

Noch kurz ein Stop im Spar-Markt in Pennyghael und fürs Abendessen eingekauft und weiter geht’s!

Die knapp 100km dorthin gehören zu den schönsten Strecken die ich je gefahren habe! Landschaftlich wunderschön, abwechselungsreich, kaum ein gerader Meter und die ganze Zeit hoch und runter.

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Wahnsinnig anstrengend da man die ganze Zeit super konzentriert fahren muss aber es macht einen Riesenspass und ist einfach eine fantastische Strecke. Ein echter „Must-Drive-way“!

 

In Calgary erwartet uns ein weiterer Traumstrand mit Campingmöglichkeit. Dort treffen wir auf einen schottischen MC der nur aus polnischen Gastarbeitern besteht. Nach einem Abendbrot mit Haggis, Würstchen  und Whiskey haben wir einen netten Abend mit den polnischen Schotten, oder muss es schottische Polen heißen? Einer der Jungs fährt eine 750er Africa Twin, ein „Meeting- of-the-Generation“-Foto ist also ein Muss!

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Unsere Beiden schaffen es den Abend leider nicht mehr nach Calgary und da Mull ein einziges großes Funklöcher ist können wir uns auch nicht kontaktieren. Mal sehen was morgen ist.

Tag 2 – sonniges Schottland und anderes Gutes

Unser erster Tag in Schottland, eine Menge Sonne, weitere Ausfälle und eine wirklich gute Nachricht. Aber dazu am Ende mehr.

Gut schlafen geht anders, soviel ist mal klar. Die Nacht in unserer üppig „großen“ 4er Kabine (die wir ja zu zweit hatten) war dank der klappernden Klimaanlage und der sorgfältig durchgelegen Betten ehr semi-erholsam. Egal!


Der erste Blick über Bord lässt einen sofort auf die Englische Küste schauen, bald sind wir da! Die „gewonnene“ Stunde (CET -1) verbringen wir bei leckerem aber teuerem Kaffee auf dem Sky-Bar (Deck 12) und schauen uns an wie Newcastle immer näher kommt. Den gestrigen Abend haben wir bei Steak und Whiskey im Bordrestaurant verbracht doch hält uns nun nichts mehr auf dem Pott.


Mit als erste rollen wir bei strahlendem Sonnenschein von Bord (Last in, First out – so ists recht!)

Unser Ausfall des Tages ist mein TomTom Rider. Die Regenfahrt am gestrigen Morgen hat es nicht so gut überstanden. Es ist Wasser eingedrungen und das Touchdisplay lässt sich nicht mehr bedienen. Top Technik! 

Nach der Zollkontrolle rollen wir schon bald durch eine Landschaft die einem Bridget Jones Film entsprungen scheint. Endlose Weiden unterteilt und umfriedet durch die typischen Bruchsteinmauern – und Schafe, massenweise Schafe. Aber auch Rinder die in bester Freilandhaltung für feinstes Rindfleisch sorgen.


Die Landschaft ist hügelig und die Strassen ziehen sich kurvig durchs Land. Die „Blind Summit“ Warnschilder kündigen einen Achterbahnartigen Fahrspass an bei dem es erst steil den Hügel hoch und dann direkt wieder steil herunter geht so das der Magen immer einen kleinen Satz macht. Doof ist das man nicht weiß was auf der anderen Seite ist so das man nur mit recht reduzierter Geschwindigkeit diese „Spasshügel“ befahren kann.

Um Punkt 12 überfahren wir die schottische Grenze und fahren in die Lowlands ein.


Weiter geht es Richtung Westküste, Richtung Glasgow. Der erste Tankstop wird genutzt um auch etwas britisches Geld zu „tanken“.


Mittags machen wir in einem „echt schottischen Fastfoodladen“ halt. Alles übelst fettig, nicht so mein Ding.


Weiter gehts, wir lassen Glasgow auf einem Stück Autobahn rechts liegen und fahren in den Loch Lomond Nationalpark um uns dort einen netten Schlafplatz zu suchen. Dank Booking.com finden wir während einer Kaffeepause bei Starbucks eine schnuckelige Unterkunft in Helensburgh.


Helensburgh ist ein süßer kleiner Ort am Ufer eines Flussarms und am südlichen Tand des Loch Lomond und Trossachs National Park.

Abendessen gibt es im „Cattle & Creel“ einem Steak und Fisch Restaurant. Dort probieren wir als Vorspeise unseren erste Haggis… und was soll ich sagen, er schmeckt hervorragend. Auch mein Drybag Agenda Black-Angus-Steak und Nicos Garnellen waren hervorragend. Dazu noch zwei lokale Whiskeys. Super!


Zum Abschluss sind wir dann noch in einen netten Pub eingekehrt, haben noch einen getrunken und sind dann satt und zufrieden in unser Hotel.


Außerdem gibt es noch Gutes zu berichten! Michis bessere Hälfte hat ihm seinen Personalausweis gebracht. Zusammen mit Andrew, dessen 650er einen Motorschaden hat und der sich deshalb jetzt ein Motorrad gemietet hat, sind sie in Rotterdam auf der Fähre Richtung Hull.


Wenn alles gut geht treffen wir uns in zwei Tagen wieder.

Nico und ich starten morgen zur Isle of Mull.

 

Von „reichlich Zeit“ bis „das war knapp – und 50% Verluste.

Es fing so harmlos an! Um 08.00 wollten wir uns treffen… um 08.30 trudelten die ersten ein. Schnell noch ein paar letzte Handgriffe und um 09.00 waren wir in the Road.
Wir, das sind Andrew, Michael, Nico und ich. Also die gleiche Truppe wie letztes Jahr in Rumänien nur das Andrew auf einer BMW 650 GS Dakar noch dazugestossen ist. 

So ging es dann in strömenden Regen los. (Das westfälische Wetter wollte wohl zum Abschied dem schottischen in nichts nachstehen. 

Nach etwas über 100 km die erste Kurze Rast, nen Kaffe, tanken… das übliche halt. 


Als wir weiterwollen bemerkt Andrew das er etwas Kühlmittel verliehrt. 50 km weiter wird seine 650er heiß (über längere Zeit Vollgas ist wohl nix für nen Single) und so geht’s an die nächste Tanke Kühlwasser nachfüllen. 

150 km vor Amsterdam dann der Spupergau. Die 650er rotzt beim Schalten durch den Auspuff Flüssigkeit auf den Autobahnbelag und beim halten auf der nächsten Raststätte macht es „Pluff“ und die kleine Single verwandelt sich in eine Nebelmaschine. Kühlwasser ist in den Zylinder gekommen und die Zylinderkopfdichtung scheint durch. Das wars dann erstmal für Andrew. 


Die Dakar muss in die Werkstatt und hofft auf baldige Reperatur so das Andrew uns nachfolgen kann. 

Wir drei fahren weiter, die reichlich eingeplante Zeit wird langsam knapp. Um 16.45 geht die Fähre von Amsterdam aus die uns rüber nach Newcastle bringen soll. Wir haben noch knapp 80 Minuten für 156 km. Let’s go. 

Was hat man immer wenn es eilt? Richtig: Stau! War klar aber es wird eine Punktlandung und um 16.42 rollen wir auf den Fährterminal. 

Das Wetter ist besser geworden, die Sonne kommt raus. Alles wird gut… 

Nicht!

Beim Check-In bemerkt Michael das er seinen Personalausweis vergessen hat! *facepalm* 

Tja, und da waren es nur noch 2! 

Schwer angezählt und übel dezimiert  fahren wir als Letzte auf die Fähre und vertäuen unsere Bikes. 


Nun sitzen wir in der Skybar und spülen die Ereignisse des Tages mit Gehaltvollem herunter.


Michael lässt sich von seiner Süßen seinen Ausweis bringen und hofft in den nächsten 2 Tagen eine Passage rüber auf die Insel zu kriegen so das wir bald wieder vereint sind. 

Vieleicht ist ja auch Andrews 650er bald wieder fit so das wir uns alle irgendwo in Schottland wieder treffen.

Das wars für den ersten Tag, mal sehen was die nächsten 10 Tage bereit halten.

Ich packe meine Koffer…

Vorbereitungen… welch verheißungsvolles Wort. Bedeutet aber für einen Menschen wie mich das ich seit Wochen an kaum etwas anderes Denke als an unsere Motorradtour.

 

Wie wollen wir übernachten? Zelt? Hotel? Beides? Wenn man zeltet… (wir haben uns aus „beides“ festgelegt *g*. Da man in Schottland an vielen Stellen wild campen darf!) …was braucht man dann alles, wie kocht man worauf und worin schläft man? Was Wiegt das ganze Gelumpe?

Ja es geht einem einiges durch den Kopf wenn man auf (kleine) große Motorradtour geht. Was muss alles mit, wie viel ist zu viel, wie viel gerade genug. In sämtlichen Büchern liest man das sie zu viel eingepackt hätten, teilweise wurden während der Reise teile per Post zurück nach Hause geschickt oder vor Ort verschenkt.

Also ist Schmalhans der Küchenmeister der Wahl beim zusammenstellen der Packliste… die trotz aller Bemühungen und nun schon einiger Erfahrung immer noch  recht üppig ausfällt:

 

Klamotten:

 

Am Körper: (in Klammern meine Wahl, wird sich zeigen ob es taugt)

 

  • Motorradhose mit Protekoren       (Klim Badland)
  • Motorradjacke mit Protektoren     (Touratech Companero Gen.1)
  • Motorradhelm                                     (Shoei GT-Air)
  • 1 Paar Handschuhe                             (Held Air n Dry 2 in 1)
  • Nierengurt                                             (Held)
  • Motorradstiefel                                   (Sidi Adventure Gore Tex)
  • Schlauchschal                                    (Merinowolle von Buff)
  • 1 Paar Motorradstrümpfe               (X-Socks Energizer long)
  • bequeme Unterhose                         (Underarmour Boxerjock 6“ Heat Gear)
  • lange Funktions-Unterhose           (Vaude Men´s Seamless Thights)
  • langes Funktionsunterhemd         (Vaude Men´s Seamless LS Shirt)
  • Merinowoll Shirt                              (Bergans Fjellrap long)

 

Was ist die richtige Tourenkleidung für eine Motorradreise durch die Schottland? Im Extremfall kann man auf dieser Tour 3 Jahreszeiten in kurzer Abfolge teils wohl sogar an einem Tag erleben. Also wäre eine Kombi von Nöten die sowohl wasserdicht, absolut winddicht, als auch gut zu belüften ist .

 

Für mich stand fest das eine Kombi mit 3-lagen Laminat sein sollte (der klare Vorteil das diese Klamotten fast kein Wasser aufnehmen hat mich überzeugt) und somit standen Stadler, Touratech und Klim in der engeren Wahl. Da mein Hintern ehr die Maße des Popos von Hedwig Munks „Kleiner König“ als die von Brat Pitt hat waren die Hosen von Touratech und Stadler zu unbequem eng geschnitten. Dankenswerter Weise schneidet die amerikanische Marke Klim nach typisch amerikanischen Popoformen und somit ehr baggy. Die Hose sieht am Hinterteil zwar wie eine zu weit geratene Snowboardhose und alles andere als sexy aus, aber da ich eh nicht vorhabe die schottische Frauenwelt mit meinem Wonnepöter zu beeindrucken darf man diesen Punkt in der Entscheidungsfindung getrost ausblenden. Fakt ist das es sich in dieser Hose extrem bequem ist und sie dank 4 Belüftungsreißverschlüssen auch gut zu klimatisieren sein sollte.

 

Bei der Unterwäsche und überhaupt bei fast aller Kleidung die mitnehmen will handelt es sich um Kunstfaser oder Merinowolltextilien (die im Gegensatz zu Synthetik oder Baumwolle kaum unangeheme Gerüche annehmen). Zum einen meist leichter als Baumwolle zum anderen der Vorteil, dass sie sehr schnell trocknen. Dank dieser Eigenschaft kann man sie auf Tour abends schnell mal durchwaschen und am nächsten Morgen wieder trocken einpacken. Das sollte das Gepäckvolumen kleinhalten… so die Theorie.

 

Ersatzklamotten:

 

  • 3 x bequeme Unterhose                 (Underarmour Boxerjock 6“ Heat Gear)
  • 2 x Boxershorts Baumwolle         (als Schlafbuxen)
  • 2 Paar Motorradstrümpfe             (X-Socks Energizer long)
  • 1 Paar dünne Wollsocken                 (Falke TK2)
  • 1 x lange Funktionsunterhose     (Vaude Men´s Seamless  Thights)
  • 2 x langes Funktionsunterhemd (Vaude Men´s Seamless LS Shirt)
  • 1 x kurzes Funktionsunterhemd warm  (Bergans Fjellrapp kurz)
  • 1 x kurzes Merinowoll T-Shirt             (Bergans Tur Woll T-Shirt)
  • 1 x Funktions-Trekkinghemd       (Vaude Kunstfaser mit leichtem Wollanteil)
  • 1 x Fleece Jacke                                 (150er Fleecejacke von Jack Wolfskin)
  • 1 x Merino Zip-Sweater                     (Vaude Men´s Lory Halfzip)
  • 1 x Thermoweste                               (Vaude Men´s Sulit Insulation Vest)
  • 1 x Regenjacke                                   (Vaude Men´s Zebru UL 3L Jacket)
  • 1 Paar Laufschuhe                             (Adidas Terrex Swift GTX)
  • 1 Paar Flip-Flops                               (als Badelatschen )
  • 1 x Trekking Hose  wind/wasserabweisend
  • 1 x Trekkinghose Baumwollmisch
  • 1 x Badehose
  • 3 x Mikrofaser Handtuch 80 x 40cm      (Pearl)
  • 1 x Mikrofaser Badetuch 180 x 90 cm   (Pearl)
  • 1 x Microfaser Waschlappen                     (Pearl)
  • 1 x Wollmütze (naja ist Kunstfaser, kratzt dafür nicht so)
  • 1 x Basecap oder ähnliches
  • 2 x Schlauchschal 1 x Fleece   1 x normal

 

Zum Thema Handtücher aus Mikrofaser… ja sie fassen sich schon etwas merkwürdig (manche würden sagen ekelig) an aber sie haben mehrere unschlagbare Vorteile gegenüber herkömmlichen Baumwoll-Frottee-Handtüchern. Sie sind viel leichter, haben ein erheblich kleineres Packmaß, sind extrem saugstark und trocknen in kürzester Zeit wieder. Ich habe mich für 3 der Handtücher in verschiedenen Farben entschieden, eins für Kopf und Gesicht, eins für den restlichen Körper und eins als Spültuch. Das Badetuch wird als Duschhandtuch und Strandlaken herhalten müssen.

 

 

 

Körperpflege:

(in einem „Schlampermäppchen“ (Stiftmäppchen, eigentlich für die Schule)

 

  • 1 x Zahnbürste (eine elektrische „Wegwerfzahnbürste“ von Dr. Best)
  • 1 x Zahnpaste (kleine Tube)
  • 1 x Zahnseide
  • 1 x Mundspülung
  • 1 x Duschgel 2 in 1 50 ml (für Haare, Körper und zum Klamotten waschen)
  • 1 x Sea to Summit Wilderness Wash (für die Körperhygiene beim wild campen)
  • 1 x Deo Spray (kleine Dose)
  • 1 x Pinzette
  • 1 x Nagelschere
  • 1 x Nagelpfeile
  • 1 x Rolle Klopapier
  • 1 x Haarbürste oder Kamm
  • und in meinem speziellen Fall eine Dose Pomade – der Herr von Welt fährt nicht ohne!

 

Dann die folgenden Sachen ebenfalls in einem anderen Schlampermäppchen

 

Reiseapotheke:

 

– 1 x Blister Ibuprofen 400

– 1 x Wund und Heilcreme antiseptisch

– 1 x kleines Set Pflaster (Wundschnellverband)

– 1 x Blister Antidurchfall Schmelztabletten

– 1 x Desinfektionsspray für Toiletten etc.

– 1 x Blister Halslutschtabletten

– 1 x abschwellendes Kindernasenspray

– 1 x Blister Antiallergietabletten (ausprobieren welche einen nicht müde machen!)

– 1 x Bullrichsalz (gegen Sodbrennen)

– 4 x Packung Taschentücher

– 1 x Blister Sinupret

 

 

 

 

 

 

Kochutensilien:

 

  • 1 x Teller
  • 1 x Schüssel
  • 1 x Messer, Gabel, Löffel
  • 1 x Kaffee/Tee Tasse

 

Aus Gewichtsgründen habe ich mich bei diesen Sachen für Titanium als Material entschieden, ist zwar etwas teurer als Edelstahl aber auch um einiges leichter.

 

  • 1 x kombinierter Salz/Pfefferstreuer
  • 1 x kleiner Kunststoff-Pfannenwender
  • 1 x kleiner Kunststoffrührlöffel
  • 1 x Messer (Light my Fire Funktionsmesser)
  • 1 x Gasfeuerzeug
  • 1 x Trangia 27-4 HA Kochset (Kompaktes Spiritus Alu-Sturmkocherset bestehend aus Spiritus Sturmkocher, 2 x1 Liter Kochtöpfe, 18 cm Bratpfanne, 0,6 L Wasserkessel + Griff für Töpfe/Pfanne Gewicht nur 860 gr.)
  • 1 x Trangia Multi-disc
  • 1 x Trangia Gas-Brenner
  • 1 x Gaskartusche
  • 1 x kleine Flasche Spülmittel
  • 1 x faltbare Spülschüssel (Sea to Summit kitchen sink 10L)

 

 

Weiterer wichtiger Punkt den es bei der Vorbereitung zu beachten gilt, wenn nicht sogar DER wichtigste Punkt überhaupt:

 

Kaffee!

 

Ohne Kaffee geht bei mir Garnichts! Also wie kann man die bestmögliche Kaffeeversorgung auf der Reise sicherstellen? Löslicher Kaffee scheidet definitiv aus, bevor ich das Zeug trinke röste ich mir Eicheln und braue dann daraus einen Sud. Schmeckt wahrscheinlich besser. Da ich es wohl nicht hinbekomme meine Espressomaschine an meiner Africa Twin fest zu tüddeln muss eine passende, wohlschmeckende Alternative her.

 

Nach langer, eingehender Internetrecherche bin ich mich für einen faltbaren Silikon-filtertütenhalter von GSI entschieden. Da kann man entspannt für uns 4 eine schöne Tasse Morgenkaffee mit aufbrühen und er nimmt kaum Platz ein.

 

Puh… den wichtigsten Punkt hätten wir also geklärt, dann kann ja (fast) nichts mehr schiefgehen. Bin gespannt wie sich das Teil dann in der Praxis schlägt.

 

 

Womit wir bei dem Punkt Übernachten und Schlafen angekommen wären.

Da wir uns entschieden haben möglichst oft zu Zelten kommt bei mir folgende Ausrüstung zum Einsatz:

 

Zelt & Co:

 

– 1 x 2-Personen Zelt                               (Vaude Odyssee Power 2p + Unterbodenschutz)

– 1 x Schlafsack                                         (Vaude Artic 450)

– 1 x Isomatte kompakt                         (Vaude Norrsken)

– 1 x aufblasbares Kopfkissen             (Therm-a-rest Camping Kopfkissen)

– 1 x Stirnlampe LED

– 1 x Kunststoffhammer                        (son gelbes Plastikteil con Louis, wiegt keine 100 gr.)

 

Jeder von uns hat sein eigenes 2-Mann Zelt, so haben wir Nachts etwas Privatsphäre, jeweils genug Platz für das eigene Gepäck und zur Not ein Schlafmöglichkeit beim jeweils anderen falls das eigene Zelt den Geist aufgeben sollte.

Was kann einem alles passieren auf so einer Tour? Schlimmste Pannenszenarien sprudeln vor dem inneren Auge entlang. Reifenpanne, Motorschaden, kein Sprit, defekte Zündung und vieles mehr… was muss man da alles mitschleppen um sicher anzukommen und in Bewegung zu bleiben?

 

Tja, da ich keine Weltumrundung oder Saharadurchquerung plane sondern wir uns die ganze Zeit in vollerschlossenen Zivilisationsgebieten bewegen die lediglich etwas dünner besiedelt sind als der Rest von Europa ist das Risiko auf der Strecke zu bleiben doch ehr gering. Zur Not kann man immer noch über den ADAC (bin Plus-Mitglied) die Hilfe der lokalen Partner-Pannenhilfeorganisation anfordern und ist innerhalb weniger Stunden in einer hoffentlich kompetenten Werkstatt. Also nur das Nötigste (und das ist wahrscheinlich auch schon zu viel, aber ich sehe das mal wie mit dem Regenschirm, hat man einen dabei bleibt es trocken, vergisst man ihn zuhause regnet es in Strömen.)

 

Werkzeug und Ersatzgedöns:

 

– 1 x Bordwerkzeug-Set            (Wera Bordwerkzeugset 05051045001)

– 1 x Kombizange                         (Knipex VDE 160mm)

– 1 x Rollgabelschlüssel (Engländer) 8“

– 1 x Satz Ersatzsicherungen / Ersatzglühbirnen (brauche ich nicht da LED)

– 1 x kleine Rolle Gorilla-Tape (extra starkes Panzertape)

– 1 x Nippel/Bowdenzugsatz Set

– 1 x Quicksteel (Aluminium Reparaturmasse)

– 1 x kleine Handluftpumpe

– 1 x Flickzeug für Schlauch

–  2 x Montiereisen für Reifenwechsel

– 2 x Spanngurte (ROK Straps)

– 1 x Powerbank mit Starthilfefunktion (Kunzer MPB 120 Multistart)

– 1 x Kettenspray

– 1 x Visier und Scheibenreinigungsspray + Mikrofaserlappen

– 1 x Satz Kabelbinder in verschiedenen Größen

 

So und da wir Menschen des 21. Jahrhunderts ja ohne unsere technischen Helferlein nicht mehr sein können (oder wollen):

 

Technische Teile:

 

  • 1 x Tablet-PC                           (Ipad Mini)
  • 1 x Smartphone                       (IPhone 6s)
  • 1 x Multiladegerät mit 3 USB Ports (Anker)
  • 1 x Motorradnavi                   (TomTom Rider 400)
  • 1 x Headset                               (Cardo Smartpack)
  • 1 x Digitalkamera   (Sony Alpha NEX-7 Systemkamera)
  • 1 x Powerbank für USB Geräte (Anker)
  • passende Ladekabel für die Geräte
  • Akkus, Ladegerät und SD-Karten für Kamera
  • 1 x Doppel-USB Adapter für Bordsteckdose

 

Dann kommt noch der Papierkram den man auch auf Reisen innerhalb der (noch) EU dabei haben sollte:

 

Dokumente & Co.:

 

  • 1 x Personalausweis
  • 1 x Führerschein
  • 1 x Fahrzeugschein
  • 1 x Krankenkassenkarte + Auslandkrankenversicherungskarte
  • 1 x Bankkarte mit Geheimzahl
  • 1 x Kreditkarte
  • 1 x Betriebsanleitung des Motorrads (als PDF auf dem Ipad und dem IPhone)

 

Die wichtigen Dokumente einfach zuhause mal einscannen und sich die Scans selbst als E-Mail senden und / oder auf einem USB Stick mitnehmen.

 

Dann kommt noch Kleinkram der zu keiner der oberen Kategorien so richtig passen möchte, als da wären

 

Sonstiges:

 

  • 1 x Nähset                       (Bundeswehr ein bissl erweitert)
  • 2 x Stahlseilschlösser (SW-Motech)
  • 1 x Bleistift
  • 1 x Collegeblock DIN A 5
  • Wäscheleine (Seat o Summit )
  • Faltrucksack 20 L (Seat o Summit)
  • Taschenlampe               (LED –Lenser P7)
  • 1 x Taschenmesser       (Leatherman C33Tx)
  • 1 x Multitool                   (Walther)
  • 1 x Erste Hilfe Set         (selbst zusammengestellt)
  • 1 x kleine Packung Feuchttücher
  • 10 Meter Paracord         (für alle möglichen Verwendungen z.B. Wäscheleine)
  • 1 x Ersatz Motorradhandschuhe Held Gore-Tex
  • 1 x Ersatzbrille
  • 1 x Ballistische-Sonnenbrille mit Sehstärkeeinsatz (Revision Sawfly)

 

Dann nicht zu vergessen Kartenmaterial! Für die Schottland ist die Michelin  empfehlenswert. Bei einem Maßstab von 1 : 400.000 (1 cm entspricht 4 km) kann man sich darauf schon ganz gut zurechtfinden (sooo viele Straßen gibt es in Schottland eh nicht *g*) . Den auch in Zeiten von Navi und Co. Ist es immer eine gute Entscheidung noch Papierkarten bei sich zu haben wenn man in für einen fremde Gegenden fährt.

 

So das ist fast alles, aber eine ganz wichtige Sache fehlt noch:

 

Ersatzschlüssel für das Motorrad! (+ evtl. für die Koffer wenn nicht gleichschliessend)

 

Wäre doch doof wenn man beim wildpinkeln in den Highlands seinen Schlüssel verliert und dann dort festsitzt.

 

 

Was jetzt noch bleibt ist die Frage nach Koffern und Reisegepäck. Meine Africa Twin ist mit den TRAX ADV von SW-Motech ausgestattet. Ich habe mich für die 2 x 37 Liter Variante entschieden da der 45er auf der linken Seite die Fuhre noch breiter gemacht hätte. Alukoffer sind z.Z. schon das Mittel der Wahl um seine Sachen sicher und trocken zu transportieren. Außerdem können die Alukästen abends auf dem Zeltplatz noch als Sitzhocker und Tisch herhalten. Somit erspart man sich einen zusätlichen Hocker mitschleppen zu müssen.

 

Zusammen ergeben sie immerhin schon mal 74 Liter Ladevolumen. Zur Erweiterung habe ich noch weiter bei Louis zugeschlagen und mit derMoto-Detail Trekkingrolle 50 weitere Liter Volumen erstanden. Darin habe ich Zelt, Isomatte, Jacken und Ersatzhandschuhe untergebracht. Dazu hab ich noch die SW-Motech Drybag 180 für Reiseproviant und die Sturzbügeltaschen von Touratech (je 2 0,5 Liter Flaschen Wasser drin) an die Twin drangelürrt. Dazu noch der Tankrucksack Yucon 90 (9 Liter)

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Damit komme ich auf insgesamt über 150 Liter Packvolumen und kann somit mein ungeliebtes Top-Case zuhause lassen.

 

Bei einem „Probepacken“ (meine Frau hat sich abgerollt vor Lachen weil es ja noch so ewig hin ist bis zur Tour) vor 2 Wochen habe ich alles soweit gut unterbekommen.

 

Die schweren Sachen und Kleidung in die Koffer , die sperrigen Anziehsachen (Jacken, Schuhe, etc.) in die Trekkingrolle, unzerbrechliches aber schweres in die Sturzbügeltaschen… läuft!

Insgesamt komme ich auf folgende Gewichte: Koffer inkl. Inhalt je ca. 11 kg, Trekkingrolle ca. 6,5 kg, Tankrucksack ca. 2,5 kg, je 1,5 für die Sturzbügeltaschen und noch mal 3 kg für die Drybag 180.

Mach zusammen ca. 37 kg Gepäck… hmmm… leicht ist anders *g*

Galerie

Visiting Dracula – eine transylvanische Motorradtour

3 Freunde- 3 Mopeds – 6 Länder – 16 Tage… einmal durch die Karpaten und zurück.

Infos zu unserem 2016er Motorrad-Trip findet ihr auch hier bei Facebook14068624_1201597886528014_292311689484657005_o

Unsere diesjährige Tour hat und über gut 5000 km und durch 6 Länder geführt.

Mit dem Autozug haben wir die Strecke von Düsseldorf nach Wien hinter uns gebracht. Reisen mit dem Autozug der ÖBB ist ein Abenteuer für sich, oder vieleicht trifft es „eine Zeitreise“  noch besser. Zugreisen wie in den 60ern und den 70ern in den fast schon historischen Wagons ist alles andere als bequem, aber sich auf der Strecke die Reifen eckig zu fahren wäre noch viel unbequemer und langweiliger gewesen. Zeit, Geld und Nervenersparnis sind absolute Totschlagargumente pro Autozug.

 

Bin fast da…

Noch ist das Wetter nicht so das man sein Mopped unbedingt auf die Straße zerren möchte, doch im Bewusstsein das sich das in den nächsten Wochen schlagartig ändern wird habe ich bei meiner „Breitarschantiloppe“ einen Zacken zugelegt. Dank tatkräftiger Hilfe (danke Florian!) ist sie nun sogut wie fertig. Fahren tut sie jedenfalls schon wieder *g*

So sieht sie im Moment aus:

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Tank, Seitenteile, Federbeine und Schwinge sind neu lackiert worden, Krümmer wurde mit Hitzeschutzband umwickelt, Sitzbank wurde neu (in braun) bezogen und neue Fussrasten (von einer V-Strom 1000) angebaut worden. Faltenbalge an den vorderen Federbeinen geben eine urtümlich rustikale Scrambler-Anmutung, braune Griffgummis (passend zur Sitzbank) und chromfarbene Rückspiegel sorgen für einen stimmigeren Retroauftritt.

Besonderes Highlight sind die Bullett-Blinker von Kellermann, kleine aber feine LED-Technik (einfach das Blinkerrelais getauscht und schon ist die VanVan für für das 21. Jahrhundert) mit E-Zeichen sorgen für gute Sichbarkeit.

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Das Heckschutzblech habe ich gechoppt und einen neuen Kennzeichenhalter (von MFC Paris) verbaut. Beleuchtet wird das Kennzeichen von der LED-Kennzeichenbeleuchte KL1. Die Kombiblinker Bullet 1000 DF ersetzen das klobige Rück / Bremslicht und sind mal richtig hell aber dabei super kompakt und dezent.

Zur Erinnerung, so sah sie noch vor einigen Wochen aus:

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Auf einen Austausch-Endschaldämpfer habe ich bewusst verzichtet, alle auf dem Mark erhältlichen Teile gehen mit einem nicht unerheblichen Leistungsverlust einher und bei den eh nicht gerade üppigen 12 PS die die VanVan hat möchte ich nur ungern auf auch nur eins der Pferdchen verzichten.

 

Was kommt noch?

Jetzt kommt noch etwas Feintuning. die VanVan wird die Tage noch einige Aufkleber verpasst bekommen um sie auf die Kultserie „MASH“ zu trimmen (siehe Fotoshoped-Pic ganz oben) und irgendwas mit dem Vergaser stimmt nicht ganz, jedes mal wenn man sie startet „macht sie vor Freude unter sich“ und verliehrt ein paar Tropfen Sprit. Mal sehen woher das kommt. Ansonsten ist sie jetzt soweit fit für die Saison und ich freu mich schon auf entspannte, entschleunigte Touren auf meiner „Breitarschantiloppe“!

 

 

 

 

VanVan macht sich nackig!

Die Suzuki VanVan125 RV die ich vor einigen Wochen bei Zweirad Schwede in Paderborn gekauft habe hat nun schon einiges an Zuwendung erfahren. Aber wie es halt so ist, bevor es besser wird muss es erst einmal schlimm werden.

Im Moment macht sie so teilzerlegt einen doch recht trostlosen Eindruck… aer ich war fleißig! Tank, Seitenteile, Schwinge und die Federholme sind beim Lackierer. Die Sitzbank bekommt gerade beim Sattler einen neuen Bezug und hinteres Schutzblech und der Heckrahmen hat im hintern Teil schon Bekanntschaft mit dem Drehmel gemacht.

Es geht vorran! Ich hoffe mal das ich sie bis Ende Mai wieder auf der Straße habe.

Zur Erinnerung… so sah sie noch vor kurzem aus *g*

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Einmal Pyrenäen und zurück!

2 Freunde, 2 Motorräder, grobe Richtung, keinen Plan. Von Paderborn, quer durch Frankreich zur Mittelmeerküste, im Zickzack durch die Pyrenäen und zurück.

 

Letztes Jahr im September habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt und bin endlich mit dem Motorrad auf (kleine) große Tour gegangen. Zusammen mit Michael und unseren beiden Moppeds haben wir über 6000 km in 16 Tagen hinter uns gebracht und mehr als reichlich gesehen und erlebt. Z.z. arbeite ich daran das ganze in Buchform zu packen und bis dahin kann man auf dieser Facebookseite schon mal einiges an Fotos ansehen:

 https://www.facebook.com/pyrenaeentour2015/

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